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Serbiens Präsident findet Plan zur Teilung des Landes "absolut unakzeptabel"

Kosovo

In der Auseinandersetzung um die von den USA und der EU angestrebten Abspaltung der Provinz Kosovo von Serbien bleibt Belgrad hart. Ein Gespräch der EU-Ratspräsidentin und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Präsidenten Serbiens, Boris Tadic, blieb am 1. Juni in Berlin offenbar ergebnislos. Merkel sprach nach dem Treffen von "deutlichen Meinungsunterschieden". Tadic ging noch einen Schritt weiter und nannte die Vorschläge des UN-Sondergesandten Martti Ahtisaari "absolut unakzeptabel".

Ursprünglich sollte nach Vorstellung der USA und der EU im Juni im UN-Sicherheitsrat eine Entscheidung zur "Unabhängigkeit" des Kosovo auf Grundlage des Ahtisaari-Planes fallen, der eine "überwachte Unabhängigkeit" der seit 1999 von der UN verwalteten Provinz vorsieht. Das lehnt Belgrad ab und bekommt dafür Rückendeckung von Russland.

Die Bundeskanzlerin des wiedervereinigten Deutschland, Angela Merkel, verlangte eine größere "Kompromissbereitschaft" Belgrads. Eine neue Resolution des UN-Sicherheitsrates sollte "auf Basis des Ahtisaari-Plans" verabschiedet werden, verlangt die Deutsche. Tadic entgegnete, diese Vorschläge, die eine Unabhängigkeit der südserbischen Provinz bedeuten würden, könnten "kein Kompromiss" sein.

Zugleich sicherte der serbische Präsident die Bereitschaft seines Landes zu weiteren Gesprächen mit der kosovarische Führung zu. Serbien sehe noch "Verhandlungsspielraum", gehe es hier doch um eine "historische Einigung auf dem Balkan", sagte er. Deshalb sei Belgrad zu einer "konstruktiven Lösung" bereit, die aber nicht der Ahtisaari-Plan sein könne.

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