headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Köhler warnt vor "verzerrter Erinnerung" an "DDR-Diktatur"

"Inseln glücklichen Privatlebens"

Vor einer "verzerrten Erinnerung" an die "DDR-Diktatur" hat Bundespräsident Horst Köhler gewarnt. Es habe zwar auch in der DDR "Inseln glücklichen Privatlebens" gegeben, sagte Köhler am 18. Juni bei einem Besuch der Gedenkstätte Bautzen. Doch das in schöner Erinnerung gebliebene private Glück sei eingebettet gewesen in einen von Unfreiheit, Anpassungsdruck und Repression geprägten Alltag. "Es gab Glück nicht wegen, sondern trotz der Diktatur", betonte der Bundespräsident.

Die "SED-Diktatur" dürfe nicht in Vergessenheit geraten, sagte Köhler. Nach einem Rundgang diskutierte er mit Schülern aus Sachsen und Hessen sowie mit Zeitzeugen über die politische Haft während der Zeit der sowjetischen Besatzung und in der DDR.

Den Schülern erzählte der Bundespräsident, dass nicht nur Menschen inhaftiert wurden, die bewusst Widerstand leisteten. So habe etwa ein "harmloser Kinderstreich" einem der geladenen Zeitzeugen acht Jahre Haft eingebracht. Diese Frau habe bitter erfahren, dass es "keine netten Diktaturen" gebe, betonte Köhler.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!