"Existenz-Zerstörung"
Bauern-Proteste gegen Agro-Business und Gentechnik der G8
Auch deutsche Bauern protestierten gegen die G8-Politik. Paul Janßen von der deutschen Bauernorganisation "Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft" kritisierte, die G8-Regierungen würden nur einen kleinen Teil der Weltbevölkerung vertreten. Es fehle ihnen an der Legitimation, die Agrarwirtschaft weltweit zu bestimmen. Janßen fordert für Bauern weltweit freien Zugang zu Land, Wasser, Saatgut sowie Bildung und Ernährungssouveränität. Es dürfe keine Bestimmung durch eine neoliberale Wirtschaft geben.
"Wir wollen hier die weltweiten Proteste gegen die Zerstörung der bäuerlichen Wirtschaft, gegen die Gentechnik sowie für die Erhaltung der Ernährungssouveränität der Bauern weltweit unterstützen", sagte Hauke Benner vom Netzwerk gegen die Globale Wirtschaft, Organisator der Demonstration.
Die Teilnehmer trugen Schilder und Transparente mit Aufschriften wie "G8 isst schiet", "Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft", "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" und "Widerstand keimt auf". Dem Zug voran laufen Teilnehmer in bis zu fünf Meter hohen Fantasiekostümen, mit denen die Welt, Pflanzen oder genmanipuliertes Gemüse symbolisiert wird.
Auf der Abschlusskundgebung am Neuen Markt jubelten offenbar viele, bei der Durchsage, dass Globalisierungskritiker bei Rostock ein 100 Quadratmeter großes Feld mit Genmais "kaputtgetrampelt" hätten. Unruhe kam auch auf, als die Veranstalter meldeten, dass zahlreiche Menschen auf dem Weg zur Demonstration von der Polizei zurückgehalten worden sein sollen.
Nach der Demonstration protestierte eine Fahrradrallye in Groß Lüsewitz gegen das dort ansässige Agro-Bio-Technikum und dessen Genforschung sowie gegen Freilandversuche.
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Am 04. Jun. 2007 unter:
nachrichtenStichworte:
« Gewalt am Rande der Großdemonstration vor G8-Gipfel
Vorwürfe gegen Leipziger Politiker und den Generalstaatsanwalt »
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