Nach US-Vorbild

Universität Karlsruhe und Forschungszentrum fusionieren

In Karlsruhe wollen die Universität und das Forschungszentrum in einem bundesweit einmaligen Modell zum "Karlsruher Institut für Technologie" (KIT) fusionieren. Das kündigten die Leiter der beiden Einrichtungen am 17. Juli an. "Wir gründen das KIT noch in diesem Jahr mit einem Gründungsvertrag, der die beiden Institutionen bindet", sagte der Chef des Forschungszentrums Karlsruhe, Eberhard Umbach. Der Vertrag müsse dann noch vom Bund und dem Land Baden-Württemberg "abgesegnet werden".

Der Rektor der Universität Karlsruhe, Horst Hippler hofft, dass die neue Rechtsform des KIT bis 2009 oder 2010 offiziell in Kraft treten wird. Das KIT solle eine weltweit führende Wissenschaftseinrichtung nach dem "Vorbild" des US-amerikanischen MIT (Massachusetts Institute of Technology) werden. Die enge Vernetzung von universitärer und nicht-universitärer Forschung sei ein "Modell für das deutsche Wissenschafts- und Hochschulsystem".

Hippler sagte, das KIT werde rund 8000 Mitarbeiter haben, von denen etwa 4000 als Forscher und Dozenten tätig sein werden. Das Jahresbudget liege bei 600 Millionen Euro. Bis 1. Januar 2008 sollen erste gemeinsame "Zentren" in den Bereichen Energieforschung, Nano- und Mikrowissenschaften, Elementar- und Astroteilchenphysik sowie Klima- und Umweltforschung gegründet werden.

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