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Neue Führungsstruktur bei EADS und Airbus

Rüstung & Luftfahrt

Der europäische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS stellt sich neu auf: EADS-Chef wird der Franzose Louis Gallois. Der Deutsche Thomas Enders wird Vorstandsvorsitzender der Tochtergesellschaft Airbus. Dies verkündeten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy am 16. Juli beim Blaesheim-Treffen in Toulouse. Bislang hatte EADS eine deutsch-französische Doppelspitze. Enders teilte sich mit Gallois den Vorstandsvorsitz im EADS-Konzern.

"Wir sind sehr zufrieden", sagte Merkel auf dem Airbus-Gelände. "Das Unternehmen bekommt eine effiziente und ausbalancierte Führungsstruktur." Es sei in den Verhandlungen gelungen, ein Gleichgewicht zwischen der deutschen und französischen Seite herzustellen.Zuvor hatten die EADS-Anteilseigner die bisherigen Doppelstrukturen bei EADS abgeschafft. Straffere und schnellere Entscheidungsprozesse sind das Ziel. "Enders ist als Chef von Airbus künftig für 80 Prozent des operativen Geschäfts von EADS ", betont die Deutsche Bundesregierung.

Die deutsche Seite kann allerdings auch künftig in die Konzernspitze mit hineinregieren. So wird der EADS-Verwaltungsrat in Zukunft nur noch von einem Vorsitzenden geführt: zunächst von dem Deutschen Rüdiger Grube. Der Verwaltungsrat nimmt bei EADS eine herausgehobene Position ein, da er ein Mitspracherecht im operativen Geschäft besitzt.

Bei einem Besuch des Stammsitzes der EADS-Tochter Airbus machten sich Merkel und Sarkozy vor Ort ein Bild vom Unternehmen. Im Airbus-Werk Blagnac nahmen sie die Produktionsbedingungen des Flugzeugtyps A380 in Augenschein.

Die Produktpalette von EADS ist breit. Sie reicht von zivilen Flugzeugen über Militärhubschrauber und Militärflugzeuge bis hin zu zivilen wie militärischen Trägerraketen und Satelliten.

Das Kampfflugzeug "Eurofighter" beispielsweise "besticht" laut EADS "durch seine extreme Wendigkeit". Das Konzept des Waffensystems beruhe auf einem ausgewogenen Zusammenwirken von Eigenschaften wie "hoher Agilität" aufgrund der aerodynamischen Auslegung sowie Leistungsfähigkeit der Triebwerke, Bewaffnung, Sensorik und geringe Signatur.

Der Eurofighter sei in erster Linie als Jagdflugzeug ausgelegt und hierfür mit einer Mischbewaffnung aus leistungsfähigen Luft-Luft-Lenkflugkörpern kurzer und mittlerer Reichweite ausgerüstet. Für den erweiterten Luft-Boden-Einsatz verfüge der Eurofighter über eine hohe Kapazität an Waffenzuladung und funktionell angepasste Waffenstationen. "Die Integration von abstands- und allwetterfähiger Präzisionsbewaffnung macht einen optimierten Luft-Boden-Einsatz möglich." Schnelle Rollenwechsel und rechnergestützte Rollenoptimierung würden durch hochgradig vernetzte Rechnersysteme mit entsprechend intelligenter Software sichergestellt.

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