Verminderte Ölqualität

Vattenfall führte Ölwechsel im Atomkraftwerk Brunsbüttel verspätet durch

Der Energiekonzern Vattenfall Europe hat am 18. Juli die Leistung des Kernkraftwerkes Brunsbüttel heruntergefahren. Grund war ein Ölwechsel in den so genannten Stufenstellern eines Eigenbedarfstransformators, teilte Vattenfall-Sprecher Ivo Banek in Hamburg mit. Die Überprüfung der Öle hatte die schleswig-holsteinische Atomaufsicht bereits 2006 nach einem Brand im schwedischen Atomkraftwerk Ringhals gefordert.

Die Stufensteller dienten der Spannungsregelung in den Zehn-Kilovolt-Versorgungsschienen. Der Betreiber hat sich nach eigener Darstellung vorsorglich dazu entschlossen, die Ölkreisläufe zu spülen und die Öle zu tauschen. Die Leistung im Atomkraftwerk Brunsbüttel müsse für etwa acht bis zehn Stunden reduziert werden.

Das für Reaktorsicherheit zuständige schleswig-holsteinische Sozialministerium hatte Vattenfall aufgrund von Erkenntnissen zum Brand eines Transformators in der schwedischen Anlage Ringhals bereits im November 2006 aufgefordert, die Überwachung der Transformatorenöle zu intensivieren.

Bei Messungen der erst in der Revision 2007 gewechselten Öle seien Werte festgestellt worden, die nicht den erwarteten entsprachen, sagte der Sprecher des Kieler Sozialministeriums, Oliver Breuer. Die Ursachenklärung für die verminderte Ölqualität sei noch nicht abgeschlossen.

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