"Verlustrisiken"

Wirtschaft fordert freiwillige Mitarbeiterbeteiligung

Arbeit soll künftig teilweise nicht durch Geld, sondern durch Beteiligungen am jeweiligen Unternehmen entlohnt werden. Nach SPD und Union hat am 2. Juli auch die Wirtschaft ein eigenes Konzept zur Mitarbeiterbeteiligung vorgelegt. Bei dem Instrument müsse insbesondere die Freiwilligkeit als Grundsatz erhalten bleiben, forderten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Montag in Berlin. So dürfe kein Unternehmer gezwungen werden, Teile seines Unternehmens an seine Arbeitnehmer zu verkaufen. Auch dürfe von einem Arbeitnehmer nicht verlangt werden, Teile seines Lohns in eine mit Verlustrisiken behaftete Kapitalanlage zu investieren.

Darüber hinaus sollten Beteiligungen erst bei der Veräußerung und nicht beim Erwerb besteuert werden, fordern die Wirtschaftsverbände. Dies fördere "die Bereitschaft der Beschäftigten, langfristig ins eigene Unternehmen zu investieren". Eine Risikoabsicherung, wie von den Sozialdemokraten angestrebt, lehnten BDA und BDI ab.

Die Union schlägt vor, dass sich Arbeitnehmer mit bis zu 500 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei an ihrer Firma beteiligen können. Darüber hinaus sollen Beschäftigte Lohnbestandteile in eine Mitarbeiterbeteiligung umwandeln können. Die SPD strebt dagegen eine indirekte Lösung über einen so genannten "Deutschlandsfonds" an.

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