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Früherer Leipziger Kämmerer Kaminski zu Geldstrafe verurteilt

3600 Euro

Der ehemalige Leipziger Stadtkämmerer Peter Kaminski ist wegen Vorteilnahme im Amt zu einer Geldstrafe von 3600 Euro verurteilt worden. Kaminski hatte zum Abschluss der Verhandlung vor dem Leipziger Landgericht am 24. Juli auf Freispruch plädiert, die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 6750 Euro gefordert. Das Gericht erklärte zur Urteilsbegründung, eine Bestechlichkeit des ehemaligen Kämmerers habe nicht vorgelegen, wohl aber eine Begünstigung in zwei Fällen.

Kaminski war vorgeworfen worden, er habe sich in den Jahren 2001 und 2002 von einer Leipziger Brauerei zwei Reisen zum Sechs-Tage-Rennen nach Berlin bezahlen lassen. Die Stadt Leipzig hatte damals versucht, selbst ein solches Sportereignis zu organisieren. Kaminski sollte dazu in Berlin Kontakte knüpfen.

Während des Prozesses hatte der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister und heutige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) als Zeuge erklärt, er hätte die Dienstreise Kaminskis nicht bewilligt, wenn er gewusst hätte, dass die Ticket- und Hotelkosten für Kaminski von einer Brauerei übernommen werden.

Kaminski war im Dezember 2004 von seinem Posten abgewählt worden. Neben den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Sechs-Tage-Rennen waren auch Unregelmäßigkeiten bei seinem Wahlkampf 1998 und bei der Sanierung des Alten Rathauses öffentlich geworden.

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