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CDU-Landeschef Junghanns lobte noch 1989 die Berliner Mauer

"Braune Pest"

Brandenburgs CDU-Vorsitzender und Wirtschaftminister Ulrich Junghanns hat noch 1989 die Existenz der Berliner Mauer verteidigt. Der damalige Vorsitzende des Berliner Bezirksvorstands der Bauernpartei der DDR habe in einem Artikel der Zeitung "Bauernecho" vom 3. Juli 1989 das hohe Lied auf die Mauer gesungen, berichtete das Politikmagazin "Cicero". Der Beitrag trug den Angaben zufolge die Überschrift "Berlin - sozialistische Metropole in Farben der DDR". Wörtlich habe Junghanns darin geschrieben: "Was die Mauer betrifft, so lassen wir uns nicht deren Schutzfunktion ausreden - ganz einfach, weil wir den Schutz spüren vor all dem, was hinter der Mauer jetzt an brauner Pest wuchert."

Junghanns sagte, dass der Artikel bereits mehrfach erwähnt worden sei. "Unregelmäßig, in welcher Mission auch immer, wird mir dieser Artikel und damit exemplarisch meine frühere Tätigkeit in der ehemaligen ostdeutschen Bauernpartei vorgehalten", so Junghanns. "Dieselbe ist hinlänglich bekannt - mit dem politischen Blick zurück vor allem für mich selbst ebenso unveränderbar wie heilsam. Überhaupt bleibt mir nur, meinen eigenen Lebensweg zu verantworten und daraus zu lernen. Beides tue ich wie schon bisher."

Junghanns ist seit Ende 2002 Wirtschaftsminister in Brandenburg und seit Januar Landesvorsitzender der CDU.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union Nordrhein-Westfalen, Sven Volmering, forderte den Rücktritt von Junghanns. Wer noch im Juli 1989 Loblieder über die DDR und die Mauer gesungen und damit Opfer verhöhnt habe, sei weder als CDU-Landesvorsitzender noch als Minister tragbar. Die Äußerungen seien "unentschuldbar und nicht akzeptabel".

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