Trauernichts Probleme mit dem Reaktordruck
Neue Vertuschungsvorwürfe in Pannenaffäre um Atomkraftwerk Krümmel
Nach "Focus"-Angaben soll Trauernicht unter anderem noch am 21. Juli behauptet haben, dem Ministerium sei erst am 4. Juli mitgeteilt worden, dass die Ventile zur Absenkung des Reaktordrucks während des Störfalls am 28. Juni rund vier Minuten geöffnet waren.
Der "Focus" berichtete, darüber habe Vattenfall aber bereits am 30. Juni auf einer Expertensitzung im Ministerium in einem vertraulichen Bericht informiert. Trauernicht erklärte dazu, dieser Bericht habe weitere Informationen erfordert, die am 4. Juli im Ministerium eingegangen seien. Am 30. Juni seien vom Atomkraftwerks-Betreiber "zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedliche Angaben zu der Dauer der Öffnung der Ventile" gemacht worden.
Wie zudem "Focus" und "Tagesspiegel" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Lübeck berichteten, soll Trauernicht bereits einen Tag vor der Polizei-Durchsuchung in Krümmel den Namen des Reaktorfahrers gekannt, ihn aber der Staatsanwaltschaft verschwiegen haben. Am 13. Juli warf die Ministerin Vattenfall vor dem Kieler Landtag öffentlich vor, das Unternehmen weigere sich, den Namen des Reaktorfahrers zu nennen.
Hintergrund war nach Angaben eines Ministeriumssprechers ein Amtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, weil Rauch durch den Brand des Trafos in die Reaktorwarte eingedrungen war und der Reaktorfahrer eine Gasmaske aufgesetzt hatte. Vattenfall habe dem Ministerium am 12. Juli zwar Namen von Schichtleiter und zwei Reaktorfahrern übermittelt, aber eine Genehmigung zur Weiterleitung verweigert.
Solche Daten dürfe die Atomaufsicht nicht ohne Bestätigung weiterreichen, da der Atomkraftwerks-Betreiber das Ministerium bereits mehrfach wegen Informationsweitergabe an Dritte verklagt habe. Dem Ministerium hätten somit zwar Namen vorgelegen, allerdings ohne Angabe, wer die Atemschutzmaske getragen habe. Die entsprechende Aufforderung per Fax an das AKW Krümmel hatte das Ministerium am 12. Juli, einen Tag vor der Durchsuchung, in Kopie auch an die Staatsanwaltschaft weiterleitet.
FDP-Landeschef Jürgen Koppelin sagte, Carstensen solle der Ministerin die Dienstaufsicht über die Kernkraftwerke entziehen und die Atomaufsicht dem Wirtschaftsministerium übertragen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
