"Wir sind nicht erpressbar"
Afghanistan-Geisel soll nach Kreislaufkollaps erschossen worden sein
Nach Angaben von Jäger erlitt Rüdiger D. zunächst aufgrund der extremen Belastungssituation während der Entführung einen Kreislaufzusammenbruch. "Dieser Kollaps führte aber für sich genommen noch nicht zum Tod der Geisel. Auf das noch lebende Opfer wurde nach dessen Zusammenbruch zwei Mal geschossen", sagte der Sprecher. Nachdem der Bauingenieur gestorben war, seien angeblich noch vier weitere Schüsse auf den Körper des Mannes abgegeben worden.
Rüdiger D. und sein Kollege, der 62-jährige Rudolf B. aus Bayern, sollen am 18. Juli in Afghanistan entführt worden sein. Die Mitarbeiter eines in Kabul ansässigen Unternehmens sollen in der afghanischen Provinz Wardak, 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt, verschleppt worden sein.
Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) hatte vor Bekanntwerden des Obduktionsergebnisses die Haltung der Bundesregierung gegenüber Forderungen der Entführer erneuert. Die Regierung sei "nicht erpressbar. Daran hat sich nichts geändert", so de Maizière.
Damit reagierte der CDU-Politiker auf ein Video, auf dem Rudolf B. die Forderung der Geiselnehmer wiedergibt. Die Botschaft war am Dienstag vom arabischen Fernsehsender Al-Dschasira ausgestrahlt worden. Die Geiselnehmer fordern unter anderem den Abzug der Bundeswehr aus der Krisenregion. Das Video wird derzeit vom Krisenstab ausgewertet.
De Maizière sagte, mit Geiselnahmen und Selbstmordanschlägen solle der Prozess in Richtung Sicherheit und Entwicklung in Afghanistan gestört werden. Deshalb müsse man mit Entschlossenheit fortfahren.
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Am 02. Aug. 2007 unter:
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