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Lafontaine fordert Umbau der Rentenformel

Wahlkampf Hessen

Linke-Chef Oskar Lafontaine hat einen Umbau der Rentenformel gefordert. Die Rentner seien in den vergangenen Jahren von der Entwicklung bei Konjunktur und Wohlstand "völlig abgekoppelt" worden, sagte Lafontaine am 25. August auf dem hessischen Landesparteitag in Frankfurt am Main. Der Rentensatz müsse von 20 auf 28 Prozent steigen.

Der Bundesregierung warf Lafontaine vor, keine Antwort auf Fragen wie Kinderarmut, für Rentner und Arbeitnehmer zu haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reise als "Miss World immer nur rum, in Grönland und China", anstatt sich um die Probleme zu Hause zu kümmern. Die Ergebnisse der Regierungsklausur in Merseburg seien "jämmerlich", kritisierte Lafontaine.

Statt Fachkräfte von außen zu holen, solle lieber "den Fachkräften hier eine Chance" gegeben und Jugendliche "ordentlich ausgebildet" werden. Lafontaine forderte zudem erneut die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,44 Euro pro Stunde, "wie in Frankreich", und ein Gesetz gegen Lohndumping.

Für den Landtagswahlkampf in Hessen rief Lafontaine den neu gegründeten hessischen Landesverband dazu auf, Ministerpräsident Roland Koch (CDU) abzulösen. "Wir wollen den Koch weg haben, weil der für Atomkraft ist und neue Atomkraftwerke bauen will", sagte Lafontaine. Die Linke in Hessen wolle dagegen die Re-Kommunalisierung der Energieversorgung und eine dezentrale Versorgung mit regenerativen Energien.

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