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Kritik an Medienberichterstattung zum G8-Gipfel in Heiligendamm

"Politische Inhalte kaum Thema"

Die nach eigenen Angaben unabhängige und politische Projektplattform "Politika Berlin" kritisiert die Medienberichterstattung im Mai und Juni zum vergangenen G8-Gipfel in Heiligendamm. Die mediale Berichterstattung sei von der Gewalt und der Sicherheitssituation vor Ort geprägt gewesen. Berichte über politische Inhalte, die Debatte um die globalen Herausforderungen und Lösungsvorschläge hätten hingegen nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Die Initiative wertete beispielhaft die Berichterstattung von vier Medien in der Zeit vom 25. Mai bis zum 13. Juni aus: "Spiegel Online", "Süddeutsche Online", "Tagesschau Online" sowie die Tageszeitung "Tagesspiegel".

"Es wurde untersucht, wie die Berichterstattung die politischen Inhalte und das Geschehen vor Ort in der Öffentlichkeit darstellte", so Politika Berlin. Man sei zum Ergebnis gekommen, dass über 50 Prozent der Berichterstattung die Demonstrationen und die Sicherheit zum Thema hatte. Nur in 13 Prozent aller Artikel "wurde sich bemüht, auf die Anliegen und Forderungen von Entwicklungsländern und NGOs einzugehen oder über wissenschaftliche Erkenntnisse, globale Entwicklungen und Hintergrund-informationen zu berichten".

Bei "Tagesschau Online" hätte es noch die vergleichsweise "beste Berichterstattung" gegeben. "Spiegel Online" schnitt laut Politika Berlin am schlechtesten ab. Die Unterschiede waren allerdings gering.

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