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Fast vier Jahre Haft nach Auslegen von elf Bombenattrappen

Linke Parolen

Weil sie elf Bombenattrappen in Zügen und Bahnhöfen gelegt hat, muss eine 52-jährige Münchnerin drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das Landgericht München verurteilte die geständige Angeklagte am 30. August wegen Störung des öffentlichen Friedens und Sachbeschädigung in 36 Fällen. Ihr wurde auch zur Last gelegt, dass sie diverse Gebäude im Münchner Stadtgebiet mit linken Parolen "verunstaltet" hatte, die sich offenbar gegen die NATO und die USA richteten.

Zur Teilwiedergutmachung hat die Täterin bereits rund 18.000 Euro an die Deutsche Bahn überwiesen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft soll rund 1000 Euro erhalten. Das Gericht rechnete der Frau dieses freiwillige Entgegenkommen und ihr frühzeitiges Geständnis als strafmildernd an. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und neun Monate Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte auf maximal drei Jahre Gefängnis.

Die Frau sagte in ihrem Schlusswort, es tue ihr alles sehr leid. Sie bat um Verzeihung, dass sie mit ihren Aktionen Menschen Angst gemacht habe. Die 52-Jährige sagte im Prozess, dass sie mit den Bombenattrappen auf die Situation im Nahen Osten aufmerksam habe machen wollen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fertigte die Angeklagte die Bombenattrappen zwischen August 2006 und Februar dieses Jahres allein in ihrer Münchner Wohnung an. Sie seien auch von geschulten Sicherheitskräften zunächst für echt gehalten worden. Die betroffenen Züge und Bahnsteige wurden in allen Fällen vorsorglich geräumt. Es kam zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr.

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