"Offene Fragen" und "notwendige Maßnahmen"

Atomkraftwerk Krümmel geht offenbar nicht vor Oktober ans Netz

Das nach einem Transformatorbrand und Reaktorschnellabschaltung seit Ende Juni stillstehende Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein geht offenbar nicht vor Oktober wieder ans Netz. Bislang war Betreiber Vattenfall Europe davon ausgegangen, dass der Atommeiler bereits im September angefahren werden könnte. Wie das Unternehmen am 30. August in Hamburg mitteilte, geschieht dies jedoch erst, "wenn alle offenen Fragen geklärt und alle notwendigen Maßnahmen getroffen worden sind". Nach den Rissbefunden in Absaugleitungen wurden bei Untersuchungen einer Armatur des Reaktorwasserreinigungssystems Rissanzeigen festgestellt.

Dies sei der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde in Kiel als sogenanntes meldepflichtiges Ereignis gemeldet worden, teilte das Unternehmen weiter mit. In den kommenden drei Wochen soll ein umfangreiches Austauschprogramm für Entwässerungsleitungen im Sicherheitsbehälter ausgeführt werden.

Bei elektrischen Messungen waren den Angaben zufolge bei einem der beiden Eigenbedarfstransformatoren des Kraftwerks Abweichungen aufgetreten. Der betroffene Transformator soll voraussichtlich am 3. September zur weiteren Prüfung in eine Spezialfirma nach Dortmund gebracht werden.

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