"9 Prozent weniger CO2"

Greenpeace-Aktion für Tempo 120 auf Autobahnen

Mit einer symbolischen "Tempo 120"-Aktion vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin hat Greenpeace am 10. September für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen geworben. Die Umweltschützer stellten Schilder von 27 Städten auf, in denen die Menschen nach ihrer Haltung befragt wurden. Nach Angaben des Greenpeace-Verkehrsexperten Marc Specowius hat sich dabei die überwiegende Mehrheit für ein Tempolimit ausgesprochen.

"Die Stimmung in Deutschland kippt. Das sollte auch Bundesverkehrsminister Tiefensee berücksichtigen", sagte der Greenpeace-Experte.

Rund ein Drittel aller Pkw-Kilometer werden laut Greenpeace auf 12.300 Kilometern Autobahn in Deutschland gefahren. Auf zwei Dritteln der Strecken gebe es nach Angaben der Bundesregierung keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Allein mit einer Begrenzung auf 120 Stundenkilometer könne der CO2-Ausstoß um neun Prozent oder 3,3 Millionen Tonnen pro Jahr verringert werden. Das entspreche dem Gesamtausstoß des Busverkehrs in Deutschland.

Zudem würden bei Tempo 120 rund 1,35 Milliarden Liter Benzin und Diesel eingespart, so Greenpeace. Keine andere direkte Maßnahme habe ein annähernd so großes Potenzial. Die Politik sei nun gefordert, nicht nur Programme zu verkünden, sondern "endlich zu handeln".

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