Gewerbe- und Einkommenssteuern

Kommunen nehmen deutlich mehr Geld ein

Die Kassen der Städte und Gemeinden werden durch die gute Konjunktur offenbar weiter entlastet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom 20. September stiegen die Einnahmen der Kommunen im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem selben Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent, während die Ausgaben nur um 2,4 Prozent zulegten. Daraus habe sich ein Finanzierungsüberschuss von 0,9 Milliarden Euro ergeben, nachdem die Kommunen im ersten Halbjahr 2006 noch ein Defizit von 1,7 Milliarden Euro verbucht hätten.

Grund für die positive Entwicklung ist den Angaben zufolge insbesondere ein deutliches Plus bei den Steuereinnahmen um 11,1 Prozent auf 28,3 Milliarden Euro. Die Kommunen profitierten vor allem von größeren Gewerbesteuereinnahmen (plus 11,8 Prozent) und dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (plus 18,2 Prozent).

Viele Kommunen nutzten die klingelnden Kassen offenbar für Investitionen. Diese nahmen im ersten Halbjahr 2007 erstmals seit fünf Jahren wieder zu. So stiegen die Bauausgaben um 12,6 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Gleichzeitig konnten die Städte und Gemeinden ihre langfristigen Schulden gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Milliarden Euro auf 80,2 Milliarden Euro abbauen. Die kurzfristigen Kassenkredite stiegen in dieser Zeit allerdings um 1,6 auf 29,2 Milliarden Euro an.

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