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Bischof Müller schließt persönliche Konsequenzen aus Riekofen aus

"Zweite Chance"

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat persönliche Konsequenzen aus den Missbrauchsvorwürfen gegen einen Pfarrer seiner Diözese ausgeschlossen. Vor Journalisten sagte Müller am Freitag in Regensburg: "Die Verantwortung für die Tat trägt der Täter." Er sei nicht verantwortlich für alles das, was seine Geistlichen "in diesem Bereich" tun. Müller verteidigte die Entscheidung, den im Jahr 2000 wegen sexueller Übergriffe in Viechtach verurteilten Priester vier Jahre später in Riekofen im Landkreis Regensburg eingesetzt zu haben.

Ein Gutachten habe keine pädophile Fixierung festgestellt, der 39-Jährige habe alle juristischen Auflagen erfüllt. "Wenn Jesus auch den schlimmsten Sündern verziehen hat, wie konnte man dem Pfarrer da eine zweite Chance versagen", so Müller.

Der frühere Pfarrer von Riekofen sitzt in Untersuchungshaft, weil er einen Ministranten mehrmals sexuell missbraucht haben soll. Der Geistliche ist wegen ähnlicher Vergehen an zwei Jungen in einer anderen Gemeinde bereits einschlägig vorbestraft. Dennoch wurde er von Bischof Müller erneut als Gemeindepfarrer eingesetzt. Dieses Vorgehen hat dem Bischof scharfe Kritik eingebracht.

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