"Tabu"

Vertreibung wird Unterrichtsthema in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalens Schüler müssen sich künftig mit Flucht und Vertreibung der Deutschen im Zweiten Weltkrieg beschäftigen. Die Vertreibung ist ab sofort Pflichtthema an den Gymnasien. Später werde das Thema auch Unterrichtsstoff an anderen Schulformen, sagte ein Sprecher von Schulministerin Barbara Sommer (CDU) am 24. September in Düsseldorf. Das Thema Vertreibung werde im Kernlernplan Geschichte für die Klassen fünf bis zehn festgeschrieben.

Der Bund der Vertriebenen (BdV) reagierte "dankbar" auf die Initiative der Schulministerin. "Der Bruch dieses jahrzehntelangen Tabus ist längst überfällig", teilte der BdV-Landesverband mit. Der Verband habe der Ministerin dafür schriftlich gedankt und darum gebeten, "auch das kulturelle Erbe der Herkunftsgebiete der Vertriebenen zum Thema in den Schulen zu machen".

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