"Hamburger Reihenhaus beobachtet"

RAF wollte angeblich Helmut Schmidt entführen

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ist nach Aussage des Ex-RAF-Terroristen Peter-Jürgen Boock offenbar nur knapp einer Entführung entgangen. "Andreas Bader und Gudrun Ensslin wollten, dass wir Helmut Schmidt als Geisel nehmen", sagt Boock in der NDR-Dokumentation "Die RAF". Sie hätten Schmidts Hamburger Reihenhaus von einem Gebäude schräg gegenüber eingehend beobachtet.

Boock zufolge wurde der Plan Anfang 1977 nicht umgesetzt, weil die RAF-Spitze angesichts der Sicherungsmaßnahmen und der Zahl der Personenschützer des Bundeskanzlers eine Entführung als "zu riskant" eingeschätzt habe. Neben Schmidt habe bei Bader und Ensslin auch der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher "ganz weit oben auf der Liste" gestanden. Nach Boocks Angaben "wollten sie, dass er erschossen wird".

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