"Zehntägige Freistellung"

Schmidt wirbt weiter für bezahlten Pflegeurlaub

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will weiter für eine bezahlte zehntägige Freistellung für Angehörige von Pflegefällen eintreten. Sie schnüre das Paket, das am Mittwoch im Bundeskabinett behandelt wird, jetzt nicht auf. Aber sie glaube, dass die Debatte weitergehen werde, sagte Schmidt am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Manches werde erst über einen längeren Prozess in Gesetze umgesetzt. "Die Diskussion wird da weitergehen", sagte Schmidt. Zugleich wies sie erneut die Berechnungen der Union zu den Kosten einer bezahlten zehntägigen Freistellung zurück.

Es gehe um einen Betrag von 80 bis maximal 100 Millionen Euro. Die Rechnungen der Union "stimmen nicht, die sind aus der Luft gegriffen", sagte sie.

Schmidt zeigte sich überzeugt, mit dem Pflegeurlaub würden die Betroffenen Zeit erhalten, sich um verschiedene Pflegeangebote zu kümmern. Dies werde später bei einer hohen Qualität der Pflege wieder erwirtschaftet werden.

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