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Kassenärztliche Bundesvereinigung stärkere Preiskontrolle bei Arzneimitteln

"Kein richtiger Markt"

Ärztevertreter fordern eine stärkere Preiskontrolle bei Arzneimitteln. "Wenn die Arzneimittelhersteller ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht werden und ein Medikament nicht zu einem Preis anbieten, der bezahlbar ist, dann ist eine staatliche Preisregulierung sinnvoll", sagte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Carl-Heinz Müller, der Zeitung "Die Welt".

Der Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte, Uwe Kraffel, sprach sich ebenfalls dafür aus, die freie Preisbildung bei Medikamenten einzuschränken. "Dort, wo es keinen richtigen Markt gibt, müssen Preise staatlich kontrolliert werden", sagte er dem Blatt. Kraffel fügte hinzu, es müsse eine staatliche Kommission geben, die - analog zum Strom- oder Telekommarkt - einen Preis ermittele, mit dem Hersteller und Krankenkassen leben könnten.

Hintergrund ist nach Angaben des Blattes eine Debatte um das Arzneimittel Lucentis der Pharmaherstellers Novartis. Eine Dosis des einzigen zugelassenen Mittels gegen eine Form der Altersblindheit koste mehr als 1500 Euro. Die Krankenkassen fürchteten daher Kosten von mehreren Milliarden Euro pro Jahr.

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