"Professur für innovative Reaktorsysteme"

Atomindustrie sollen bald 6000 Fachkräfte in der Atomtechnik fehlen

Trotz des so genannten Atomausstiegs werden nach Ansicht von Kernforschungsexperten in den nächsten Jahren bundesweit mehrere Tausend neue Fachkräfte benötigt. Bis 2010 würden in Deutschland mehr als 6000 Ingenieure und Wissenschaftler in der Kernforschung sowie für den Betrieb und Rückbau von Atomkraftwerken zusätzlich gebraucht, sagte der Sprecher des Kompetenzverbunds Kerntechnik, Peter Fritz, am 22. Oktober in Karlsruhe. Im vergangenen Jahr hätten die deutschen Energieversorger bereits rund 650 Mitarbeiter in diesem Bereich neu eingestellt.

Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) sagte, es sei für eine "sichere Zukunft" notwendig, "dass wir den wissenschaftlichen Stand halten und ausbauen". Das Land werde deshalb in Karlsruhe eine "Professur für innovative Reaktorsysteme" neu einrichten.

Nach Angaben von Fritz sind derzeit "weltweit rund 35 Atomkraftwerke im Bau, hauptsächlich in Asien". In Finnland stehe ein neues AKW "kurz vor der Fertigstellung", behauptete Fritz. In Frankreich sei eine Anlage im Bau und eine weitere werde dort "in absehbarer Zeit in Sichtweite Karlsruhes" entstehen. In den USA gebe es gut 27 Anträge für Neuanlagen.

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