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Das Internet wird offenbar zum "Stromfresser"

Gabriel will "Trend stoppen"

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wird das Internet zunehmend zu einem regelrechten "Stromfresser". Die Netzinfrastrukturen gehörten zu den am schnellsten wachsenden Stromverbrauchern. Zwischen 2000 und 2005 habe sich in den USA der Stromverbrauch von Servern verdoppelt. "Weltweit hat der durch die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) bedingte CO2-Ausstoß das Emissionsniveau des Flugverkehrs erreicht", schreibt das Umweltministerium. Eine virtuelle Identität in der Online-Welt Second Life verbrauche jährlich so viel Strom wie durchschnittlich ein Brasilianer im Jahr. In Deutschland liegt der auf die gesamte Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) entfallende Strombedarf den Angaben zufolge bei 8 Prozent am gesamten Stromverbrauch der Endenergiesektoren. "Allein der Stromverbrauch des Internets beläuft sich auf über zwei Prozent."

Die fortschreitende Durchdringung des Internets im Alltag, besonders der Trend, ständig "online" zu sein, ließen infolge des wachsenden Bestands "smarter" Geräte und Produkte und der Ausweitung hybrider Netzstrukturen (UMTS, W-LAN, Bluetooth usw.) einen weiteren steigenden Stromverbrauch in allen Betriebszuständen erwarten.

"Angesichts dieser dynamischen Entwicklung ergeben sich mit Blick auf Klimaschutz und Ressourceneffizienz neue Herausforderungen für Unternehmen, Politik und Konsumenten", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. "Wir werden gemeinsam mit der Branche überlegen, wie wir diesen Trend stoppen und eine effizientere und klimafreundlichere Nutzung des Internets erreichen können."

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