Internationale Energieagentur
Deutsche Solaranlagen im internationalen Vergleich günstig
Treiber dieser für den Verbraucher erfreulichen Entwicklung seien die "effizienten und verlässlichen Vorgaben des deutschen Gesetzgebers". Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reduziere die Solarförderung für Neuanlagen jährlich um 5-6,5 Prozent.
Auf diese Weise habe das Gesetz einen "harten technologischen Wettbewerb ausgelöst", der sinkende Solarstrompreise zur Folge habe. Nach Angaben des Solar-Verbandes werden durch diesen Mechanismus die Preise für Solaranlagen auch in Zukunft weiter sinken: "Wir rechnen damit, dass Solarstrom vom eigenen Dach bereits in rund zehn Jahren billiger sein wird als konventioneller Strom aus der Steckdose", so Körnig.
Vorsichtige Kritik an bevorstehender Gesetzesnovelle
Kritisch beobachtet der Bundesverband Solarwirtschaft aber offenbar die aktuellen Pläne der Bundesregierung für eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Diplomatisch heißt es: Vor dem Hintergrund der anstehenden EEG-Novelle appelliere man an die Bundesregierung, "auch in Zukunft für Investitionssicherheit zu sorgen und die erfolgreichen Gesetzesvorgaben unverändert beizubehalten. Nur auf der Basis verlässlicher Rahmenbedingungen könne die Solarbranche die notwendigen Milliardeninvestitionen für immer modernere und größere Solarfabriken am Standort Deutschland stemmen", so Körnig, der offenbar deutlich niedrigere Vergütungssätze befürchtet. Er warnt: Neben erheblichen Forschungsanstrengungen seien die geplanten Investitionen in neue Fabriken "die Basis für weiter sinkende Preise bei gleichbleibend hoher Qualität".
Die in Deutschland erzielten Kostenvorteile ermöglichten der Photovoltaikbranche "eine starke Wettbewerbsposition in den anziehenden Märkten Südeuropas und Nordamerikas". Bereits in diesem Jahr erwarte die Branche eine Exportquote von 40 Prozent.
Im vergangenen Jahr lag der Systempreis pro installiertem Watt für netzgekoppelte Anlagen über zehn Kilowatt in Deutschland laut IEA bei 4,40 Euro. Verbraucher aus Spanien, Italien oder Japan mussten nach der Studie über fünf Euro pro Kilowatt bezahlen.
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Am 05. Okt. 2007 unter:
arbeitStichworte:
« Zweiter bundesweiter "Flash Mob" gegen Bahnprivatisierung
"Marktabschottende Wirkung langfristiger Gaslieferverträge" »

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