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Gewerkschaft lehnt Nachverhandlungen zum Post-Mindestlohn ab

Private Konkurrenten wollen billigere Arbeitskräfte

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sieht keine Notwendigkeit, den Tarifvertrag zum Post-Mindestlohn erneut zu verhandeln. "Wir können uns das überhaupt nicht vorstellen", sagte Andrea Kocsis vom ver.di-Bundesvorstand am 12. November im ARD-"Morgenmagazin". Der Präsident der neuen Brief- und Zustellerdienste, Florian Gerster, hatte ver.di zuvor aufgefordert, über das Lohnniveau von bis zu 9,80 Euro pro Stunde mit den privaten Post-Konkurrenten nachzuverhandeln.

Kocsis entgegnete, mit dem Tarifvertrag solle sichergestellt werden, dass alle von dem Lohn leben könnten und nicht neben ihrer Arbeit auf Transferleistungen der Sozialkassen angewiesen seien.

Im übrigen sei es falsch zu behaupten, dass jeder unter den neuen Tarifvertrag falle, "der mal einen Brief in die Hand genommen hat". Hier gehe es nur um jene, die damit ihren Lebensunterhalt verdienten. Die Gewerkschafterin ging davon aus, dass diese "Interpretationsschwierigkeiten" nach dem Koalitionsausschuss aus dem Weg geräumt sind.

Gerster sagte, aus seiner Sicht seien bis zu 7,50 Euro pro Stunde konkurrenzfähig. Zunächst müsse es darum gehen, neue Strukturen aufzubauen und nicht über einen "Scheintarifvertrag" das Postmonopol zu verlängern. Auch müsse es um gleiche Bedingungen bei der Mehrwertsteuer gehen, die die Post nicht bezahlen müsse. Das sei für die Privaten ein "Preisnachteil von fast 20 Prozent".

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