"Union hat nicht standgehalten"
Post-Mindestlohn an Widerstand der Union vorerst gescheitert
SPD-Fraktionschef Peter Struck warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "Verweigerung" vor. Dies sei ein "höchst unerfreulicher Vorgang" und widerspreche Absprachen der vergangenen Monate.
Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) äußerte sich ebenfalls "tief enttäuscht" und hielt der Union "blanke Lobby-Politik" vor. Nach allen Zusagen, die die SPD erhalten habe, empfinde er "ein Stück Empörung", sagte Müntefering am Morgen, bevor sein Rücktritt bekannt wurde.
Fraktionschef Volker Kauder (CDU) bezeichnete den Vorwurf, CDU/CSU hätten sich nicht an Absprachen gehalten, als "falsch". Die Union habe das konkrete Angebot unterbreitet, all diejenigen in das Entsendegesetz zu nehmen, die überwiegend Briefe austragen. Dies habe die SPD abgelehnt. Zudem hätten die Post und die Gewerkschaft ver.di die Voraussetzung nicht erfüllt, dass 50 Prozent der Beschäftigten der Branche in diesem Tarifvertrag erfasst werden müssen.
CSU-Chef Erwin Huber sagte, die Union habe ein weiteres Angebot unterbreitet, wonach der Mindestlohn nur für lizensierte Briefunternehmen gelten sollte. Ein dritter Vorschlag habe beinhaltet, nur den unteren Lohn von 8 Euro aus dem Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären.
DGB-Chef Sommer vermutet Druck von Springer
DGB-Chef Michael Sommer warf der Union eine Blockadehaltung vor. "Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Union unter dem massiven Druck von Zeitungsverlagen wie Springer steht, die mit Gewalt ins Postgeschäft drängen." Opfer der "Verweigerungshaltung" seien die Beschäftigten der Branche.
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Am 13. Nov. 2007 unter:
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Etwas länger Arbeitslosengeld für Ältere »

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