14 Prozent aller Kinder
Kinderarmut in Deutschland nimmt offenbar weiter zu
Kinderarmut sei "ein strukturelles Problem", das kein Thema für Sonntagsreden sein dürfe, mahnte Krüger und forderte einen Ausbau des Kindergeldes hin zu einer Kindergrundsicherung. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass vor allem das steuer- und Sozialsystem an der schlechten wirtschaftlichen Lage von Familien schuld sei. Den Familien werde ein Übermaß an Abgaben abverlangt.
Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Klaus Ernst, sagte, der Kinderreport sei eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung. "Während sich die Koalitionsspitzen wie die Kesselflicker streiten und keine Einigung über den Mindestlohn finden, steigt die Armutsquote unter Kindern in skandalöse Höhen." Der Ruf nach einer Kindergrundsicherung, wie er jetzt auch vom Kinderhilfswerk erhoben werde, müsse dabei ein Teil der Antwort sein.
"Langfristig ist das Problem der Kinderarmut aber nur zu beseitigen, wenn man bei den Ursachen ansetzt", so Ernst. "Arme Kinder haben fast immer auch arme Eltern. Die jetzt beschlossenen 200 Millionen Euro für den Ausbau des Kinderzuschlags zu einem Erwerbstätigenzuschuss sind aber nur ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein."
Die Chance zum Richtungswechsel sei vertan worden. "Ohne einen flächendeckenden Mindestlohn von wenigstens 8,44 pro Stunde, ohne ein Maßnahmepaket gegen Lohndumping und ohne eine Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 435 Euro wird sich das Problem der Kinderarmut nicht wirklich lösen lassen", meint der Politiker.
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Am 15. Nov. 2007 unter:
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