"Kein staatliches Eingreifen"

Börner verweist auf Mitsprache der Gewerkschaften bei hohen Manager-Gehältern

In der Debatte über exorbitant hohe Managergehälter hat der Präsident des Bundesverbandes des Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, vor einem staatlichen Eingreifen gewarnt. "Die Frage der Gehälter ist eine Frage der Eigentümer", sagte der BGA-Präsident dem "Handelsblatt". Er sagte, dass auch nicht über die Köpfe der Arbeitnehmer entschieden werde. "Es ist falsch, Beschäftigte gegen Vorstände auszuspielen. Die Arbeitnehmervertreter sitzen doch in den Aufsichtsräten angesichts der paritätischen Mitbestimmung mit am Tisch."

Es gehe um eine gesellschaftliche Debatte, die sicher kontrovers geführt werden könne. Aber es gebe weder Defizite in den Strukturen der Unternehmen noch mangelnde Transparenz.

Börner stellte sich damit gegen Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU), der "um des sozialen Friedens Willen ein politisches Signal gegen überhöhte Managerabfindungen" gefordert hatte. So könne der Gesetzgeber eine Höchstgrenze einführen, bis zu der Abfindungen als Betriebsausgaben anerkannt werden. "Denn die soziale Marktwirtschaft wird diskreditiert, wenn Vorstandsbezüge explodieren und Millionen schwere Abfindungen gezahlt werden, während die Belegschaft reduziert wird oder auf Lohnsteigerungen verzichten muss", sagte Müller dem "Handelsblatt".

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