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Arbeitgeberverbände streiten im Arbeitsausschuss über Post-Mindestlohn

Post-Konkurrenz

Der geplante Mindestlohn für Briefzusteller trifft weiter auf massiven Widerstand der Konkurrenten der Deutschen Post. In einer öffentlichen Anhörung des Arbeits- und Sozialausschusses zum Entwurf für die Änderung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes sprach am 5. November der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Reinhard Göhner, von einem "Missbrauch des Tarifrechts". Hier sollten die Arbeitsbedingungen einer kleinen Minderheit einer großen Mehrheit "aufgedrückt werden".

Florian Gerster, Präsident des Arbeitgeberverbandes der Post-Konkurrenten, sagte, sein Verband sei bereit, über einen "realistischen Mindestlohn" von "durchschnittlich" 7,50 Euro zu verhandeln. Der zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem von der Deutschen Post dominierten Arbeitgeberverband Postdienste ausgehandelte Mindestlohn-Tarifvertrag sieht Mindestlöhne von 8,00 bis 9,80 Euro vor.

Dies würde auf einen Schlag Zehntausende Stellen bei Wettbewerbern der Post vernichten, behauptete Gerster. Dem hielt Wolfhard Bender, Präsident des Arbeitgeberverbands Postdienste, entgegen, ohne einen Mindestlohn pünktlich zur Liberalisierung des Postmarktes Anfang 2008 gebe es einen Verdrängungswettbewerb, der angeblich allein bei der Post 32.000 Jobs gefährde.

Der Stundenlohn der Verbandsfunktionäre dürfte deutlich sowohl über 7,50 Euro als auch 9,80 Euro liegen.

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