7,50 Euro

Entsorger fordert Mindestlohn und kritisiert Kostenorientierung der Kommunen

Unmittelbar vor der Abstimmung über den geplanten Post-Mindestlohn im Bundestag fordert der Bundesverband der Entsorgungswirtschaft einen eigenen Mindestlohn von 7,50 Euro. Der Tariflohn in der Branche beträgt derzeit zehn Euro, wie der Geschäftsführer des Verbands, Stephan Harmening, am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" sagte. Den Vorwurf des Lohndumpings wies er zurück. "Das Tarifgefüge in Deutschland ist nicht homogen", sagte er. "Es gibt Regionen in Deutschland, da wird man für 7,50 Euro niemanden finden. Aber es gibt auch Regionen in Deutschland, in denen man durchaus niedrigere Löhne bezahlt." Harmening warf den Kommunen vor, sich bei Ausschreibungen für Leistungen am Entsorgermarkt ausschließlich am günstigsten Preis zu orientieren.

Wenn zum Beispiel Tariftreue in die Ausschreibung aufgenommen würde, würde sich das Thema Mindestlöhne nicht stellen, meint Harmening.

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, hatte am 13. Dezember eine Ausweitung des Mindestlohns auf weitere Branchen angekündigt. Dazu gehörten neben der Entsorgungswirtschaft auch die Zeit- und Leiharbeit sowie das Überwachungsgewerbe.

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