"Überlange Arbeitszeiten"
Ärzte an kommunalen Kliniken fordern zehn Prozent mehr Gehalt
Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, begründete die Gehaltsforderung mit der Notwendigkeit, den Ärztemangel einzudämmen. Die besseren Verdienstmöglichkeiten im Ausland hätten zu einer regelrechten Ärzteflucht aus Deutschland geführt. In den Niederlanden, in Großbritannien, in der Schweiz oder in den USA verdienten Ärzte zwischen 20 und 70 Prozent mehr.
Schlechtes Einkommen, überlange Arbeitszeiten, unvergütete Überstunden und kaum planbare Freizeit führten zu erheblichem Ärzte-Frust in deutschen Kliniken, beklagte Henke. Einer Umfrage des Marburger Bundes zufolge steht jeder zweite Krankenhausarzt in Deutschland kurz davor, seinen Job an den Nagel zu hängen.
VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann warf dem Marburger Bund vor, mit seiner Forderung den Bestand kommunaler Krankenhäuser zu riskieren. Die Ärzte hätten erst im vergangenen Jahr mit wochenlangen Streiks Einkommenssteigerungen durchgesetzt, die in den Krankenhäusern zu durchschnittlichen Kostensteigerungen von bis zu 13 Prozent geführt und die diese bis heute nicht verkraftet hätten. Die neuen Forderungen können nur durch weiteren Arbeitsplatzabbau bei den anderen Beschäftigtengruppen im Krankenhaus finanziert werden, sagte Hoffmann.
Henke warnte die Arbeitgeber vor unnötigen "Streitereien". Diese würden sich die Ärzte nicht gefallen lassen.
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Am 18. Dez. 2007 unter:
arbeitStichworte:
« Deutschland eröffnet Ratifizierungsverfahren für neuen EU-Vertrag
Regierung muss laut Urteil Praxis für BND-Umzug ändern »

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