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Weniger Studienanfänger in Hessen

"Studiengebühren schrecken ab"

Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind sehr unangenehm für die derzeitige hessische Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Bundesweit ist die Zahl der Erstimmatrikulierten um fast 4 Prozent gestiegen, während in Hessen ein Rückgang bei den Erstsemestern um 0,4 Prozent zu beklagen ist. "Studiengebühren wirken, anders als von der CDU-Landesregierung immer wieder behauptet, doch abschreckend", kommentierte die hochschulpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion in Hessen, Sarah Sorge. "Überall da, wo der Staat in die Tasche der Studierenden greift, geht es im Ländervergleich bergab, so auch in Hessen." Damit sei eingetreten, wovor die Koch-Regierung ständig gewarnt worden sei: "Nach der Einführung von Studiengebühren gibt es weniger Erstsemester."

Das Gegenteil aber wäre nötig, meint Sorge. "Das im Hochschulpakt zwischen Bund und Ländern für Hessen vereinbarte Ziel ist nicht erreicht. Nach dem Pakt sollten die Studienanfängerzahlen 2007 um Hessen erhöht werden. Tatsächlich gibt es in Hessen nun 105 Studienanfänger weniger. Daran ist die Einführung von Studiengebühren schuld."

"Einmal mehr zeigt sich: Studiengebühren sind sozial ungerecht und bildungspolitisch falsch", so Sorge. "OECD- und andere Studien mahnen immer wieder an, dass wir in Zukunft mehr Akademikerinnen und Akademiker brauchen. Der Hochschulpakt sollte daher ernst genommen und nicht ignoriert werden." Im Falle einer Abwahl der derzeitigen CDU-Landesregierung wollen die Grünen die Studiengebühren wieder abschaffen.

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