"Union muss Wort halten"
Merkel gegen gesetzlichen Mindestlohn
Die CDU-Vorsitzende sagte in ihrer Rede, die Menschen hätten zwar ein Anrecht, für ihre Arbeit angemessen bezahlt zu werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn würde aber neue Probleme schaffen, weil er Arbeitsplätze gefährde. "Der richtige Weg zur Findung gerechter Löhne ist und bleibt die Tarifautonomie", so Merkel.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte (CDU), sagte, der Post-Mindestlohn sei "ärgerlich". Daraus dürfe kein "serienmäßiger Vorgang" werden. Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte ebenfalls, der Post-Mindestlohn verursache bei ihm Unbehagen und warnte vor zu hohen Mindestlöhnen in weiteren Branchen.
Ähnlich äußerte sich der Chef der Unions-Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann. Niemand wolle sittenwidrige Löhne. Wer aber den Arbeitsmarkt staatlich regulieren wolle, müsse übermorgen auch staatlich festgesetzte Preise wollen. Das wäre der Weg in den Sozialismus.
Der CDU-Arbeitnehmerflügel sieht dagegen in einzelnen Branchen weiter Regelungsbedarf. Bei Mindestlöhnen sei man "natürlich offen für andere Branchen", sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann. Konkret nannte er die Wachdienste und die fleischverarbeitende Industrie. Die Gewerkschaften und Arbeitgeber sollten aber die Löhne aushandeln.
Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sprach sich dagegen aus, Mindestlohnregelungen auf mehr Branchen auszudehnen. Es habe zwar schon immer die Möglichkeit gegeben, im Rahmen der Tarifautonomie einen Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären. Nur sei das in den vergangenen zehn Jahren selten gemacht worden.
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil forderte die Union auf, beim Mindestlohn "Wort zu halten". Nach der Regelung für Briefträger müssten weitere Branchen folgen. Als Beispiel nannte er die Zeitarbeitsbranche.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 03. Dez. 2007 unter:
arbeitStichworte:
« Simonis angeblich in der UNICEF-Affäre unter Druck
Hose ausziehen, niederknien, kaltes Wasser, Stromstoß »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
