Kindeswohl
Gericht veranlasst Einbürgerung von alleinerziehendem Vater
Den Angaben zufolge lebt der 43-jährige Vater seit Ende 1992 in Deutschland und betreut drei Kinder, darunter zwei nicht eheliche Söhne. Seit 2005 bezieht der Angolaner Arbeitslosengeld II. Laut Staatsangehörigkeitsgesetz muss ein Ausländer jedoch imstande sein, sich und seine Angehörigen selbst zu ernähren, wenn er eingebürgert werden will. Allerdings sind Ausnahmen möglich.
Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts kann bei dem Angolaner von dieser gesetzlichen Voraussetzung abgesehen werden, weil er "unverschuldet" Arbeitslosengeld beziehe. Es würde dem Wohl seiner minderjährigen Kinder widersprechen, wenn er einer Arbeit nachgehen würde. Bei der Betreuung von drei oder mehr Kindern sei ihm eine Arbeitsaufnahme nicht zuzumuten. Das Urteil ist rechtskräftig.
(AZ: 11 K 2187/06)
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Am 04. Dez. 2007 unter:
justizStichworte:
« Gefängniszelle mit offener Toilette laut Bundesverfassungsgericht rechtens
Oettinger gegen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche »
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