Ex-Botschafter in den USA und Großbritannien
Ischinger wird neuer Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
Ischinger betonte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hätten ihn dazu ermutigt, Leiter der Sicherheitskonferenz zu werden. Er dankte der Bundesregierung dafür, dass sie ihn von seinen Verpflichtungen als Beamter entbinde. Die Münchner Sicherheitskonferenz könne nur von einer unabhängigen Persönlichkeit geführt werden.
Ischinger wurde am 6. April 1946 in Nürtingen (Baden-Württemberg) geboren. Als Austauschschüler war Ischinger in den USA. In Bonn und Genf studierte er Rechtswissenschaften, danach in den USA Völkerrecht. Von 1973 bis 1975 war er im Kabinett des UN-Generalsekretärs in New York tätig.
1975 trat Ischinger in den Auswärtigen Dienst ein. Von 1979 bis 1982 arbeitete er an der Deutschen Botschaft in Washington. Nach acht Jahren im Auswärtigen Amt in Bonn wurde er für drei Jahre als Leiter der Politischen Abteilung an die Botschaft in Paris entsandt. Nach Rückkehr 1993 wurde er Chef des Planungsstabes des Auswärtigen Amtes, 1995 wurde er dort Leiter der Politischen Abteilung. Von 1998 bis 2001 war Ischinger Staatssekretär unter Außenminister Josef Fischer (Grüne).
2001 schickte Fischer Ischinger als Botschafter nach Washington. Die schwierige Zeit in den deutsch-amerikanischen Beziehungen wegen des Streits um den Irak-Krieg fiel in Ischingers Amtszeit. Kurz vor Ende seiner Zeit in Washington bereitete er den ersten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Weißen Haus mit vor.
Seit März 2006 ist Ischinger Botschafter in London. Daneben war er zuletzt EU-Unterhändler in den Verhandlungen mit Serbien über den Status des Kosovo.
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Am 11. Feb. 2008 unter:
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