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Afghanistan - Bundeswehr bildet angeblich "Kindersoldaten" aus

Afghanistan

Nach Darstellung des Links-Abgeordneten Paul Schäfer bildet die Bundeswehr in Afghanistan "offenbar" Kindersoldaten aus. Dies geschehe, obwohl sich sowohl Deutschland als auch Afghanistan mit Beitritt zum UN-Fakultativprotokoll von 2000 verpflichtet hätten, keine Minderjährigen an Kampfhandlungen teilnehmen zu lassen. Dass sich die Bundeswehr "ohne eine Spur von schlechtem Gewissen oder gar Unrechtsbewusstsein" auf ihrer Homepage mit der Waffen- und Gefechtsausbildung sechzehnjähriger Afghanen brüste und leichthin erkläre, "in nicht allzu ferner Zukunft" würden diese "an vorderster Front stehen" offenbart nach Auffassung von Schäfer "auf drastische Art die Verrohung, die die Kriegsteilnahme bereits jetzt über die Truppe gebracht hat." Wie die österreichische Zeitung "Der Standard" berichtet, bestätigte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam am 26. Februar, dass die deutsche Bundeswehr in Afghanistan an der militärischen Ausbildung Minderjähriger beteiligt ist. Die deutschen Soldaten nähmen die Ausbildung aber nicht selbst vor.

Im Zusammenhang mit dem Text auf der Bundeswehr-Website war laut "Standard" von der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte durch die Bundeswehr die Rede: "So ist die Altersspanne breit. Der Jüngste ist gerade 16 Jahre alt, die Älteren bereits Mitte Dreißig", hieß es offenbar in dem Bericht. "Die älteren Soldaten sind vor allem ruhiger und beherrschter als ihre jungen Kameraden", wurde ein deutscher Offizier zitiert.

Mit dem Training afghanischer Kindersoldaten reiße die Bundeswehr "eine der wenigen verbliebenen moralischen Hürden im Afghanistankrieg ein", so Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Linksfraktion.

Der Abgeordnete forderte die Bundesregierung auf, "unverzüglich die militärische Ausbildung Minderjähriger einzustellen und die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen".

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