57,1 Prozent Wahlbeteiligung

Amtliches Endergebnis für Niedersachsenwahl vorgelegt

Das amtliche Endergebnis der Landtagswahl in Niedersachsen vom 27. Januar steht fest. Die stärkste Fraktion bildeten die Nicht-Wähler mit rund 43 Prozent. Von den 6.087.297 Wahlberechtigten im Land waren am 27. Januar nämlich nur 3.476.112 beziehungsweise 57,1 Prozent zur Wahl gegangen. 2003 hatte die Beteiligung noch bei 67,0 gelegen, 1998 sogar bei 73,8 Prozent.

Die CDU wurde mit 42,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen (2003: 48,3 Prozent) stärkste Kraft, wie der Landeswahlleiter am 8. Februar in Hannover mitteilte. Die SPD erreichte mit 30,3 Prozent (33,4) ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten bei einer Landtagswahl in Niedersachsen. Die FDP kam auf 8,2 Prozent (8,1), und die Grünen landeten bei 8,0 Prozent (7,6). Die Linke zieht mit 7,1 Prozent erstmals in das niedersächsische Landesparlament ein. Damit wurde das vorläufige amtliche Endergebnis bestätigt.

Die Union erhält demzufolge 68 der insgesamt 152 Sitze im Landtag. Die SPD kommt auf 48 Sitze, die FDP auf 13, die Grünen auf 12 und die Linke auf 11. Eigentlich beträgt die Abgeordnetenzahl des neuen Landtags lediglich 135. Da die CDU in den Wahlkreisen jedoch mit 68 direkt gewonnenen Mandaten mehr Abgeordnetensitze erhielt, als die 60, die ihr über das Zweitstimmenergebnis zufallen, wurden Überhangmandate vergeben.

Das Landeswahlgesetz sieht in diesem Fall vor, die Sitzvergabe mit einer um die doppelte Zahl der Überhangmandate erhöhten Gesamtsitzzahl zu wiederholen (135 + 16). Da die neue CDU-Fraktion auch nach dieser neuen Berechnung nur auf 67 Sitze gekommen wäre, ist der 68. Sitz ein "unausgeglichenes Überhangmandat". Von den nun 17 zusätzlichen Mandaten entfallen acht Sitze auf die CDU, fünf auf die SPD, zwei auf die FDP und je einer auf die Grünen und die Linken.

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