10 Millionen Riester-Verträge

Bankenverband will mehr "kapitalgedeckte Altersvorsorge"

Die Finanzbranche in Deutschland verdient viel Geld mit der Riester-Rente. Kein Wunder also, dass sich der Bundesverband Deutscher Banken für die "kapitalgedeckte Altersvorsorge" stark macht. Der Interessenverband veröffentlichte am 19. März eine neue Broschüre. Die Quintessenz lautet nach Angaben von Chefvolkswirt Bernd Brabänder: "In einem Land mit alternder und gleichzeitig schrumpfender Bevölkerung wie in Deutschland kann die Altersvorsorge nicht allein durch die umlagefinanzierte Rentenversicherung gewährleistet werden. Will man den Lebensstandard der Deutschen im Alter dauerhaft sichern und zugleich Gerechtigkeit zwischen den Generationen wahren, ist dies nur über eine Stärkung der kapitalgedeckten betrieblichen und privaten Altersvorsorge möglich."

Die in Deutschland 2001 eingeleiteten Reformen der Rentenpolitik gingen nach Auffassung des Bankenverbandes "bereits in die richtige Richtung". 10 Millionen Riester-Verträge und 17 Millionen Rentenansprüche in der betrieblichen Altersvorsorge zeigten die Erfolge.

Zugleich werde aber die Zahl der Berechtigten für eine Riester-Rente auf etwa 30 Millionen geschätzt und die Zahl der Erwerbstätigen liege bei über 40 Millionen. Weitere "rentenpolitische Anstrengungen" seien deshalb dringend erforderlich, fordert Brabänder. Die Altersvorsorge müsse vor allem einfacher, verständlicher und flexibler werden.

Mit der Studie legt der Bankenverband eine Reihe von Empfehlungen vor, wie die Kapitaldeckung für die Menschen in Deutschland attraktiver und so zu einem festen Bestandteil in ihrer finanziellen Vorsorge gemacht werden kann. Der Verband fordert, dass spätestens in der kommenden Legislaturperiode die erforderlichen Gesetzesänderungen "in Kraft treten", um die prviate Altersvorsorge weiter voranzubringen.

Mit ihren Riester-Renten erhoffen sich Millionen für die Zukunft eine Rentenerhöhung von wenigen hundert Euro. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Gelder dann tatsächlich fließen werden und was sich die Rentner von morgen bei fortschreitender Inflation davon werden kaufen können. Vielleicht reicht es für ein paar Brote pro Monat.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!