12 statt 8 Millionen Tonnen CO2
Bürgerprotest gegen die Erweiterung des Kohle-Großkraftwerks Mannheim
Die Initiative, die unter anderem getragen wird von der AntiAtom Gruppe Mannheim, attac Mannheim/Heidelberg, dem BUND Rhein-Neckar-Odenwald, Greenpeace Rhein-Neckar, der Klima-Aktions-Gruppe Heidelberg sowie von MetropolSolar Rhein-Neckar will alle möglichen Formen der Öffentlichkeitsarbeit nutzen, um die Stimmung in der Arbeiterstadt zu kippen. Schließlich stehen die Gewerkschaften hinter dem Vorhaben, das Kohlekraftwerk zu erweitern, in der Hoffnung auf den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Umweltschützer rufen zum Boykott der MVV auf
Um den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, rufen die Umweltschützer zu einem Boykott der ehemaligen Stadtwerke MVV auf, die an den Neubauplanungen beteiligt seien. "Die Konzernchefs müssen auch finanziell spüren, dass die Bevölkerung in Mannheim den Kraftwerksneubau ablehnt", so Daniel Bannasch, Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar.
Die Stromkunden der MVV sollen an den Infoständen der Kohle-Gegner dazu gebracht werden, zu Ökostromanbietern zu wechseln. "Ähnliche Aktionen und öffentlicher Druck haben bei den Protesten gegen ein Kohlekraftwerk in Bremen Wirkung gezeigt, die Planungen wurden mangels Wirtschaftlichkeit und wegen wachsender Kritik auf Eis gelegt", so Bannasch. An jedem zweiten Samstag soll es in Mannheim einen Infostand geben, um den Wechsel zu Ökostrom-Anbietern zu aktivieren.
Die Umweltschützer prüfen auch rechtliche Schritte. "Wir lassen alle Möglichkeiten genauestens untersuchen", so Jochen Magerfleisch von Attac. "An den im letzten Jahr gescheiterten Standorten kamen bisher ganz unterschiedliche rechtliche Schritte zum Einsatz, von massenhaften Einwendungen etwa in Mainz bis hin zum erfolgreichen Bürgerbegehren in Ensdorf."
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Am 26. Mär. 2008 unter:
arbeitStichworte:
« Umweltverbände fordern Tempolimit auf Autobahnen
CDU und Grüne erzielen erste Einigungen bei Justiz, Inneres und Gleichstellung »

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