Kosovo soll EU-Mitglied werden

EU will Visumpflicht für Westbalkan-Länder schnell aufheben

Bürgern aus den Staaten im westlichen Balkan soll der Zugang zur Europäischen Union (EU) erleichtert werden. Die Zeitung "Die Welt" berichtete unter Berufung auf einen Strategiebericht, den EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am 5. März in Brüssel vorlegen will, die EU-Kommission wolle im Dialog mit den betroffenen Staaten schnell einen Fahrplan zur Abschaffung der Visumpflichten festlegen. Voraussetzung für Visumfreiheit sei aber, dass die einzelnen Länder gegen die Fälschung von Reisedokumenten und gegen illegale Einwanderung aus den Nachbarländern vorgehen.

Mit Ausnahme Kroatiens benötigen bisher alle Bürger aus Westbalkan-Ländern zur Einreise in die EU ein Visum.

Zudem erneuere die Kommission ihr Angebot aus dem Jahr 2003, den rund 25 Millionen Einwohnern des Westbalkans einen Beitritt zur EU zu ermöglichen, schrieb das Blatt. Dabei sollten die "Vorbeitritts-Vorbereitungen" beschleunigt werden, wozu beispielsweise Handelsabkommen gehörten. Voraussetzung dafür seien aber umfangreiche Reformen in jedem beitrittswilligen Land.

Auch das Kosovo solle Mitglied der EU werden, schrieb die Zeitung. Insgesamt wolle die EU zwischen 2007 und 2010 mehr als eine Milliarde Euro für die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Kosovo bereitstellen.

Die serbische Provinz Kosovo hatte sich Mitte Februar für unabhängig erklärt, wurde weltweit bislang aber von nur wenigen Staaten anerkannt. Serbien widersetzt sich der von Deutschlands und der EU unterstützten Teilung seines Landes.

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