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Angeblich neuer Fleischskandal in Bayern

Schlachtabfälle im Lebensmittelhandel

Staatsanwaltschaft und Lebensmittelprüfer haben in Bayern einen weiteren Fleischskandal aufgedeckt. Ein unterfränkischer Betrieb habe offenbar Schlachtabfälle wie Rinderhäute als Lebensmittel weiterverkauft, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am 16. April in Erlangen mit. Die Stadt Würzburg habe der Firma daher die EU-Zulassung für den Handel mit tierischen Nebenprodukten entzogen. Eine Gesundheitsgefährdung für Verbraucher bestehe nicht.

Das Veterinäramt der Stadt Würzburg hatte den Angaben zufolge bei einer Routinekontrolle des Betriebs Auffälligkeiten entdeckt. In enger Abstimmung mit Staatsanwaltschaft, Polizei, Veterinäramt und der Regierung von Unterfranken sei die Firma in der vergangenen Woche von der Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit überprüft worden, "um den Verdacht der missbräuchlichen Nutzung von Handelspapieren nachzugehen", hieß es.

Zugleich sei ein Abnehmerbetrieb der Firma in einem anderen Bundesland von den dortigen Behörden kontrolliert worden. In welches Bundesland die Fleischabfälle geliefert wurden, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen auf ddp-Anfrage nicht sagen. Um welche Menge Ware es sich handelt, sei noch unklar.

Die Firma besitzt nach Angaben des Landesamts eine Zulassung für tierische Nebenprodukte. Sie handle unter anderem mit Rinderhäuten, die als "nicht für den menschlichen Verzehr bestimmtes Material" bezogen würden. Diese Häute seien offenbar mit einem Handelsdokument für Lebensmittel an einen Lebensmittelbetrieb weiterverkauft worden.

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