Nur 33 Prozent der Ostdeutschen

Laut Umfrage geringes Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft

Nur 33 Prozent der Ostdeutschen und 51 Prozent der Westdeutschen haben einer Umfrage zufolge Vertrauen in in die soziale Marktwirtschaft. Im Durchschnitt vertrauen mit 48 Prozent nur knapp die Hälfte der Bundesbürger den Verheißungen des derzeitigen Wirtschaftssystems. Auch das Vertrauen in die Demokratie ist nach der Erhebung des Leipziger Instituts für Marktforschung im Auftrag der "Leipziger Volkszeitung" relativ gering. Nur 60 Prozent der Deutschen haben demnach Vertrauen in das demokratische System der Bundesrepublik. Im Osten bauen lediglich 44 Prozent auf das Funktionieren der Demokratie, während im Westen derzeit offenbar 64 Prozent an die Demokratie glauben. Das Vertrauen in die Berichterstattung im Fernsehen liegt der Umfrage zufolge bei 64 Prozent. Ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger scheinen Zweifel an der Fernseh-Berichterstattung zu haben. Den Zeitungen glauben sogar nur 57 Prozent. Noch geringer ist das Vertrauen in die Politik und in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geführte Bundesregierung.

Bei den Institutionen liegt die Polizei dem Blatt zufolge mit 85 Prozent ganz vorn. Danach folgten der Flugverkehr mit 75 Prozent. Das Vertrauen in die Justiz liegt bei 62 Prozent, die der Bundeswehr bei 60 Prozent. Den Banken vertrauen gerade mal 53 Prozent.

Ebenso viele vertrauen den Kirchen, darunter im Osten allerdings deutlich weniger als im Westen. Der Bahn vertrauen den Angaben zufolge 49 Prozent.

Am Ende der Skala findet sich die Bundesregierung, der lediglich 38 Prozent vertrauen. Zu den im Bundestag vertretenen Parteien haben offenbar nur 22 Prozent Vertrauen.

Für die Umfrage wurden 501 Bürger aus den neuen und 505 aus den alten Bundesländern befragt und die Ergebnisse entsprechend dem Bevölkerungsanteil gewichtet.

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