RWE Power AG

Clement-Gegner legen offiziell Berufung ein

Im Streit um Wahlkampf-Äußerungen des früheren NRW- Ministerpräsidenten und Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement (SPD), jetzt Aufsichtsratsmitglied des Energiekonzerns RWE Power AG, haben mehrere Ortsvereine gegen die Ablehnung eines Parteiausschlusses Berufung eingelegt. Insgesamt elf SPD-Ortsvereine unterstützten die Initiative, sagte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bochum-Hamme, Rudolf Malzahn, am 29. April. Mit der Revision wolle man erreichen, dass Clement doch noch die Partei verlassen muss.

Die Schiedskommission der Bochumer SPD hatte dem früheren SPD-Bundesvize am 23. April eine Rüge wegen Verstoßes gegen die Regeln der innerparteilichen Solidarität erteilt, einen Parteiausschluss Clements aber abgelehnt. Dagegen will auch Clement Widerspruch vor der Landesschiedskommission der NRW-SPD einlegen. Er sieht sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt.

RWE-Power-Aufsichtsrat Clement hatte im hessischen Landtagswahlkampf indirekt dazu aufgerufen hatte, die Landes-SPD wegen ihrer Energiepolitik nicht zu wählen. Die hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti hatte im Wahlkampf versprochen, gemeinsam mit dem SPD-Umweltpolitiker Hermann Scheer eine Energiewende in Hessen hin zu erneuerbaren Energien durchzusetzen. Das von RWE betriebene Atomkraftwerk sollte planmäßig stillgelegt und ein von E.On geplantes Kohle-Großkraftwerk nicht gebaut werden.

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