"Vernebelungsversuche"
Kriegs-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan soll kein Wahlkampf-Thema werden
Die FDP signalisierte hingegen Gesprächsbereitschaft. Die Sicherheitslage in Afghanistan werde in den kommenden zwei Jahren wegen der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen kritischer werden, sagte Verteidigungsexpertin Elke Hoff. Sie wolle deshalb nicht ausschließen, dass die Bundeswehr-Truppen im Norden Afghanistans verstärkt werden müssten. Dazu müsse die Bundesregierung "einen plausiblen Vorschlag" machen.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums betonte, der Plan zur Verlängerung des Afghanistan-Mandats sei "unverändert". Zunächst sollten die Ergebnisse der internationalen Afghanistan-Konferenz im Juni in Paris sowie der militärische Ratschlag des Generalinspekteurs abgewartet werden. Ähnlich äußerte sich der CDU-Verteidigungsexperte Bernd Siebert. "Bisher" sei eine Mandatsverlängerung erst im Oktober vorgesehen. Auch von der SPD wird gegenwärtig ein rascherer Mandatsbeschluss verneint.
Nach Informationen des "Handelsblatts" hat Jung indes schon erste Gespräche in der Union mit dem Ziel einer frühzeitigen und drastischen Mandatsveränderung geführt. Hintergrund sei die Personalnot der Bundeswehr im Norden Afghanistans. Dem Zeitungsbericht zufolge soll das Parlament bereits vor der Sommerpause ein neues Mandat beschließen - mit mehr Soldaten und einer Laufzeit von wahrscheinlich 18 Monaten.
Das bisherige Mandat für die Teilnahme deutscher Soldaten an der internationalen Schutztruppe ISAF läuft Mitte Oktober aus.
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Am 29. Apr. 2008 unter:
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