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Deutscher Chemieriese Bayer offenbar viertgrößter Luftverschmutzer in den USA

Verbrennung krebserregender Substanzen

Die Universität von Massachusetts hat eine Liste der 100 größten industriellen Luftverschmutzer in den USA vorgelegt. Der deutsche Bayer-Konzern belegt darauf einen unrühmlichen vierten Platz. Vor Bayer rangieren lediglich das Chemie-Unternehmen Du Pont, der Autohersteller Nissan und der Agro-Konzern Archer Daniels Midland. Ebenfalls unter den ersten zehn befinden sich Exxon, Dow Chemical und General Electric. Die negative Platzierung von Bayer beruht nach Angaben der Coordination gegen Bayer-Gefahren in erster Linie auf der Verbrennung von über 1500 Tonnen des krebserregenden Stoffs Toluylen-Diamin (TDA). Die Produktions-Rückstände stammten aus dem Werk Baytown/Texas und würden in einer Anlage des Unternehmens Clean Harbors verbrannt.

Ebenfalls in der Kritik stehe das BAYER-Werk in Institute/West Virginia. Dort werden den Angaben zufolge große Mengen hochgefährlicher Chemikalien wie Phosgen und Methyl Isocyanat gelagert.

Die Untersuchung des Political Economy Research Institute (PERI) der Universität von Massachusetts berücksichtige nicht nur die Höhe des Schadstoff-Ausstoßes, sondern auch die Gefährlichkeit der emittierten Stoffe sowie die Zahl der direkt betroffenen Anwohner.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren forderte Bayer am 30. April auf, "die Höhe der Produktionsrückstände drastisch zu senken – besonders in Baytown".

In seinen deutschen Verbrennungsanlagen verbrenne Bayer Sondermüll von rund 300 Firmen aus dem In- und Ausland. Die Bayer-Kritiker hatten sich bereits Ende der 1980er Jahre gegen den Bau des Dormagener Müllöfens ausgesprochen und einen Giftmüll-Tourismus prognostiziert.

In Dormagen werde von Bayer auch der krebserregende Stoff Toluylen-Diamin (TDA) hergestellt. "Fragen nach der Höhe der Produktions-Rückstände in der Dormagener TDA-Produktion und nach deren Entsorgung wurden von Bayer-Chef Werner Wenning in der Hauptversammlung des Konzerns am vergangenen Freitag nicht beantwortet", kritisiert die Coordination gegen BAYER-Gefahren. Der Gesetzgeber sei gefordert, ähnlich wie in den USA eine verbindliche Veröffentlichung aller gelagerten und emittierten Gefahrstoffe festzulegen.

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