Neues Gentechnikgesetz
Greenpeace und die Evangelische Kirche Bayerns wollen Genmais verhindern
"Im neuen Gentechnikgesetz ist das Recht auf gentechnikfreie Lebensmittel verankert. Jeder, der konventionellen oder Öko-Mais anbaut, kann sich darauf berufen." So motoviert die Gentechnik-Fachfrau von Greenpeace, Ulrike Brendel, für den Anbau von Biomais. Es spiele dabei keine Rolle, ob der Mais auf einem landwirtschaftlich genutzten Acker oder im privaten Hausgarten wächst.
Der genmanipulierter Mais soll laut Greenpeace im Raum Würzburg auf einer Fläche von insgesamt rund 90 Hektar wachsen. Greenpeace hat die Äcker der Region im Internet auf Google-Maps kenntlich gemacht. Auf der Website von Greenpeace können auch die Flächen mit Angabe der jeweils vorgeschriebenen Sicherheitsabstände eingesehen werden.
Evangelische Kirche: Pachtverträge mit Ausschluss von Gen-Pflanzen
Die Umweltschutzorganisation wendet sich auch an die Verpächter von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Diese könnten im Pachtvertrag den Anbau von Gen-Pflanzen auf ihrem Eigentum ausschließen, so Greenpeace. Dies könne durch eine Pachtvertragsänderung, bei Neuverpachtung oder bei einer Verlängerung des Pachtvertrages geschehen.
Diesen Weg geht offenbar inzwischen die evangelische Kirche in Bayern. Sie verbietet laut Greenpeace per Pachtvertrag die Gen-Saaten auf ihrem Land.
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