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Richthofen für Lockerung des IOC-Protestverbots in China

Olympisches Komitee

Der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Manfred von Richthofen, plädiert anders als sein Verband für eine Lockerung des Protestverbots für Sportler in Peking. Derzeit liege vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein rigoroses Verbot für die Sportler vor, ihre Meinung kundzutun. "Spätestens dann hört bei mir der Spaß eben auf", sagte Richthofen am 8. April im Deutschlandfunk. In einer Demokratie groß gewordenen Aktiven könnten nicht Vorschriften "wie in einer Hilfsschule" gemacht werden.

Die Androhung vom Ausschluss von den Spielen bei Protest sei keine sinnvolle Regelung, sagte Richthofen. Er begrüßte zugleich Überlegungen wie jene deutscher Schwimmsportler, in orangenen Bademänteln als Zeichen der Solidarität mit Tibet aufzutreten oder entsprechende Armbänder zu tragen. "Man wird die Richtlinien so zu durchforsten haben, dass ein Protest möglich ist", ohne die Spiele zu entwerten, sagte Richthofen.

DOSB-Präsident Thomas Bach hatte sich hinter das Protestverbot des IOC gestellt und "politisch neutrale" Spiele eingefordert. Seinen Angaben zufolge steht es jedem Sportler jedoch frei, sich vor, während und nach den Spielen politisch zu äußern. Nur ein Protest sei verboten.

Der Vorsitzenden des Bundestags-Sportausschusses, Peter Danckert (SPD), erneuerte dagegen seine Haltung, das IOC sei verpflichtet, in China die Lage in Tibet anzusprechen. "Es gibt keinen politikfreien Raum für den Sport", sagte Danckert im ZDF-"Morgenmagazin". Zudem müsse geklärt werden, ob das Protestverbot etwa auch für die Eröffnungsfeierlichkeiten der Spiele und für Pressekonferenzen gelte.

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