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Schily stellt Atom-Konsens in Frage

"Siemens-Anwalt für die Atomenergie"

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat den geplanten Atomausstieg in Frage gestellt. "Um den Übergang in eine regenerative Energiewirtschaft zu erreichen, brauchen wir wahrscheinlich die Kernenergie noch eine Weile", sagte Schily der Zeitschrift "Vanity Fair". "Wir dürfen unsere Wirtschaft nicht gefährden", sagte Schily. "Wir sollten deshalb gründlich und ohne Vorbehalte diskutieren, ob der Atomkompromiss von Rot-Grün nicht verändert werden muss." Schily hat einst die Grünen mit gegründet. Er ist heute SPD-Bundestagsabgeordneter.

Die Grünen wiesen die Forderung zurück, über den Atomkonsens neu zu verhandeln. Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, kommentierte Schilys Einlassung mit dem Worten: "Zum Glück ist Otto Schilys politische Restlaufzeit fast abgelaufen. Deshalb hat diese Rolle rückwärts eine kurze Halbwertzeit."

Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin warf dem Rechtsanwalt Schily vor, er wechsele "seine Überzeugungen offenkundig nach Mandantenlage". Während Schily früher ein Grüner gewesen sei, mache er sich heute zum "Siemens-Anwalt für die Atomenergie".

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