Nicht unumstritten

Grabstätte für 4300 deutsche Kriegstote in Tschechien geplant

Im tschechischen Cheb (deutsch: Eger) unweit der bayerischen Grenze soll noch dieses Jahr mit dem Bau einer Gräberstätte für 4300 deutsche Tote des Zweiten Weltkrieges begonnen werden. Nach Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel stimmte der Stadtrat von Eger am 15. Mai dem Projekt zu. Am 26. Mai sei noch die Unterzeichnung eines Vertrages mit der Stadt geplant, sagte ein Sprecher des Volksbundes.

Für den Bau der Kriegsgräberstätte veranschlagt der Volksbund Kosten von 1,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für kommendes Jahr geplant, die ersten Toten sollen allerdings schon dieses Jahr bestattet werden. Bei den deutschen Kriegsopfern handelt es sich den Angaben zufolge zu etwa einem Drittel um Zivilisten. Die Toten waren in den vergangenen zehn Jahren in Tschechien exhumiert worden.

Die Pläne für die Kriegsgräberstätte waren dem Volksbund zufolge nicht unumstritten in Cheb. Gegner des Projekts hatten zwischenzeitlich ein Referendum verlangt, die dafür erforderlichen 2300 Unterschriften jedoch nicht vorgelegt.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!